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Gesunde Schule

Pyhra goes Estonia – Unterricht einmal anders!

Im Rahmen des EU-Mobilitätsprojektes RECO (RecognisingCompetences) wurdendie Schüler Paul Huber aus der LFS Pyhra und Sebastian Kaltenbrunner aus der LFS Grabnerhofzu einem zwei wöchigen Auslandsaufenthalt nach Estland eingeladen.
Im Vordergrund dieses Projektes stand das Erlernen neuer Fertigkeiten und Kompetenzen,das Verbessern der Englischkenntnisse sowie das Kennenlernen eines anderen Landes.

Zentrum des Geschehens war die landwirtschaftliche Schule TMK in Olustvere, mitten im Herzen von Estland. Zu Beginn der Praxiszeit stand vor allem die Mitarbeit im schuleigenen Pferde- und Schafstall im Vordergrund, wo die Schüler durch estnische Lehrpersonen die Grundlagen der Fütterung von kleinen Wiederkäuern und Pferden sowie die Pflege der Nutztiere erlernten. An den beiden darauffolgenden Tagen wurden in der schuleigenen Käserei und Fleischerei landestypische Käse- und Wurstspezialitäten hergestellt. Hierbei konnte Paul Huber auf solide Kenntnisse der Lebensmittelverarbeitung aus der LFS Pyhra zurückgreifen. Die Wochenendgestaltung wurde durch eine Lehrerin der Schule organisiert. Dort konnten die beiden wissbegierigen Schüler Land und Leute näher kennenlernen. Besonders die faszinierende Altstadt und die Geschichte der Ortschaften hinterließen einen bleibenden Eindruck.

estland Tallin 
Paul Huber und Sebastian Kaltenbrunner in Estland, Blick über die Altstadt von Tallin

Die zweite Woche des Aufenthaltes war vor allem durch die Mitarbeit auf einem Milchviehbetrieb mit Automatischem Melksystem (AMS) geprägt. Der Betrieb hat insgesamt 270 Tiere, davon 150 Milchkühe. Gemolken wurde mit 2 Melkrobotern der Firma DeLaval, wo viele Erfahrungen mit diesem Melksystem gemacht wurden. Die beiden Rinderexperten fütterten die Kälber und führten die täglich anfallenden Arbeiten im Kuhstall durch. Die Besitzer waren höchst zufrieden und betonten das gute Ausbildungsniveau der beiden Fachschüler.

 werkstätte

Ein Käse produziert von Schüler  Paul Huber, die Werkstätte der Landwirtschaftsschule in Olustvere

Zusätzlich konnten die beiden einen weiteren Betrieb besichtigen, der 2500 Milchkühe zu melken hat. „Mit der beachtlichen Tierzahl von insgesamt 4400 Tieren war dieser Betrieb sicherlich eine ganz andere Größenordnung und für uns Schüler eine ganz besondere Herausforderung“, betont Paul ziemlich überwältigt. Der Besitzer dieser Milchfarm, die pro Tag 100.000 Liter Milch produziert, ist ein Däne, der noch weitere 2 Betriebe in Estland bewirtschaften lässt. „Tauschen möchte ich mit diesem Betrieb jedoch auf keinen Fall“, beschreibt Paul seine Eindrücke und bevorzugt aufatmend unsere überschaubaren Größenordnungen und den familiären Betrieb seines elterlichen Hofes .

Am Ende der zweiten Woche konnten sich die beiden Organisatoren des Mobilitätsprojektes Werner Steindl, BEd. (LFS Pyhra) und Dir. Ing. Christian Forstner (LFS Grabnerhof) von den erworbenen Fähigkeiten der Schüler überzeugen.

Ein herzliches Dankeschön gilt EUROPEA Österreich, die als Trägerorganisation für dieses Projekt fungiert. Durch eine intensive nationale Zusammenarbeit gelingt praxisorientierte, internationale Vernetzung. Die Landwirtschaftlichen Fachschulen fördern diesen Blick über den Zaun ihrer Schülerinnen und Schüler intensiv. „In den europäischen Ländern blickt man sehr oft mit Bewunderung auf unser praxisbezogenes Fachschulsystem in Österreich mit ihrer modernen praxisorientierten Ausbildung“, freut sich Fachlehrer Werner Steindl. Diese Länder wünschen sich eine Stärkung dieser praxisorientierten agrarischen Bildung europaweit. Das bewirkt schlussendlich zukunftsorientierte Kompetenzen in den Betrieben. Die internationalen Kontakte führen zu umfassendem Erfahrungsaustausch und Meinungsbildung für SchülerInnen, LehrerInnen und allen Beteiligten des Agrarsektors.

Text: Paul Huber, Werner Steindl, BEd.