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Grünland-Neuanlage in einem Arbeitsgang mit dem „Geohobel

Trockenschäden nach den Hitzeperioden im Sommer und lückige Grasnarben durch Engerlingfraß machten in den letzten beiden Jahren große Probleme für die Grünlandbauern in vielen Bezirken Niederösterreichs. Besonders im Pielachtal, aber auch im Gölsen und Traisental bis ins Waldviertel gab es zu wenig Futter von den Wiesen. Aber wie damit umgehen? Einfaches Nachsäen auch mit Schlitzgeräten hat oft zu wenig Effekt, um z.B. auch trockenheitsresistentere Kleearten einzumischen. Besser gleich Umbrechen mit dem Pflug? Oder umbruchlose Erneuerung mit einem Totalherbizid? Und was tun gegen die Engerlinge?

                         

 

Der Geohobel ist eine Fräse mit einem patentierten Spezialwerkzeug

Am vergangenen Mittwoch hatten wir an der LFS Pyhra die Gelegenheit, eine höchst interessante und zurzeit stark diskutierte Neuentwicklung auf dem Grünland-Erneuerungs-Sektor im praktischen Einsatz zu erleben. Der Chef der Firma Rath Maschinenbau selbst kam mit dem von ihm entwickelten Geohobel und legte einige Vergleichsparzellen an. Auf der Neussenbachwiese in der Nähe des neuen Stallgebäudes brach er mit der Spezialfräse eine vom Bau strapazierte Fläche auf ca. 3 cm Tiefe um und säte im gleichen Arbeitsgang verschiedene Mischungen und auch Grünroggen ein.

 

Das Fräsmesser (rechts) lässt im Gegensatz zum Geohobel (links) einen ungleichmäßigen Arbeitshorizont zurück.

Besonderheit dieses Gerätes ist das schaufelartige Arbeitswerkzeug, das anders als ein gewöhnliches Fräsmesser den Boden komplett in einer Ebene überlappend durchschneidet. Das fein aufgegrabene Erdmaterial wird mit den Grassoden intensiv durchmischt, wodurch eine nach den Angaben des Herstellers erosionsstabile, lockere Mulchschicht entsteht, in der das Saatgut optimale Keimbedingungen findet.

Die Saatröhren leiten das Saatgut von der pneumatischen Sämaschine direkt in den Erdstrom hinter der Fräse. Die serienmäßige Andruckwalze sorgt für guten Bodenschluss.

Das Gerät ist in Arbeitsbreiten von 1,5 bis 3 m verfügbar und hat wegen der niedrigen Fahrgeschwindigkeit eine eher geringe Flächenleistung. Es ist aber im Endeffekt sicherlich rascher und billiger als der Pflug mit nachfolgender Kreiseleggen-Saat.  Vor Steinschäden soll eine Rutschkupplung schützen.
Bis zu 12 cm Arbeitstiefe sind mit dem Gerät möglich, was dann auch die Wirkung  gegen Ampfer und Engerling verbessern könnte, aber natürlich noch mehr an Kraft, Zeit und Kosten benötigt.

 

Insgesamt also eine recht spannende Sache und die Vertreter der LK sowie kurzfristig informierten Landwirte diskutierten sehr interessiert mit Hersteller Michael Rath.

Über den Winter wollen wir das Anbauergebnis beobachten und vielleicht schon im Frühjahr einen weiteren umfangreichern Einsatz planen, wenn das erste Ergebnis erfolgversprechend aussieht.

Wir halten Sie am Laufenden!
Bei Anfragen: Ing. Johannes Bartmann, LFS Pyhra 02745/2393/35